Billig-Navis zwischen 100 und 200 Euro im Test

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Das Zweitplazierte Mio Moov 210 kostet nämlich rund 50 Euro weniger und bewies trotzdem eine „gute“ Qualität. Überzeugend ist vor allem, dass das Navigationssystem trotz des geringen Preises Europakarten an Bord hat – ein Punkt, an dem viele günstige Angebote zuerst sparen. Das Mio punktete darüber hinaus mit einer verständlichen Sprachansage, guten Serviceleistungen und einer ordentlichen Display-Darstellung.

Beim Testsieger bekommt man im letzteren Punkt jedoch mehr, denn das Display ist mit 4,3-Zoll doch um einiges größer als der 3,5-Zoller des Mio. Dies macht sich sofort in der Detailschärfe der Karten und auch in der Ablesbarkeit der (ausführlichen) Anzeige bemerkbar. Und auch die Stimmansagen des Becker Traffic Assist Z101 sind besser verständlich. Sie übertönen sogar laute Motorengräusche. Aber selbst der Testsieger zeigte Schwächen. So ist die Software nicht unbedingt flott aufgestellt, und die Tasten sind für Menschen mit etwas größeren Fingern nicht leicht zu bedienen.

Alle anderen Navigationssysteme erhielten unterm Strich von den Testern ein „befriedigend“ zugesprochen, darunter auch das NavGear StreetMate GT-35. Man bekommt es teilweise schon für rund 100 Euro, erkauft sich diesen Preisvorteil jedoch mit einem dürftigen Kartenmaterial (Deutschland-Karte). Da es jedoch außer einer guten Navigationsleistung auch Multimedia-Features hat (Video, Musik), hatte es das beste Preis/Leistungsverhältnis im Test. Wie beim Pearl fehlt leider auch beim Blaupunkt TravelPilot 100 TMC, ansonsten hätte das Navigationssystem dank einer zügigen Routenführung sicherlich besser abgeschnitten.

Soll man also sich das Geld sparen und zu einem Billig-Navi greifen? Der Test belegt auf jeden Fall, dass man dies tun kann, ohne notwendigerweise eine schlechte Routennavigation zu bekommen. Doch je mehr man zu investieren bereit ist, desto mehr hat man auch von seinem Navi – ein größeres Display wie beim Testsieger, oder ein Service für aktuellste Karten wie beim teuersten Modell im Test, dem TomTom Europe Traffic, das außerdem noch schnell arbeitet und intuitiv zu bedienen ist. Die Situation bleibt für den Käufer weiterhin knifflig, das Top-Billignavi schlechthin ist derzeit auf jeden Fall noch nicht zu haben.

Die kompletten Testergebnisse, die Ihnen die Kaufentscheidung vielleicht doch etwas leichter werden lassen, finden Sie hier.

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