Vierzehn Einbau-Navigationssysteme im Test: Teilweise ärgerliche Mängelliste

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Bis zu 4.000 Euro blättert der Kunde für ein festeingebautes Navigationssystem hin, und selbst das günstigste Gerät, das DVD 100 Navi von Opel, kostet noch knapp um die 1.800 Euro. Bei diesen Preisen darf man auch viel erwarten, dachte sich „Auto Bild“, und wurde doch manchmal von den Geräten enttäuscht. „Durchwachsen“ nennt deshalb die Zeitschrift das Gesamtergebnis.

Plätze 1 bis 4
Doch zum erfreulichen zuerst, zum Testsieger. Das Mercedes-Benz Command APS überzeugte mit einer souveränen Navigationsleistung und Routenberechnung, die dem System dank interner Festplatte sehr zügig von der Hand geht. Auch in puncto Fehlerkorrektur und Komfortfeatures wie Fahrspurassistent waren die Leistungen überzeugend. Die lobenden Worte setzen sich bei der Menüführung, der Bedienung per Drehrad sowie der besten Spracheingabe im Test fort. Kurzum: Trotz vereinzelter Reflektionen durch den verarbeiteten Klavierlack und des stolzen Preises von 3.754 Euro wurde das Gerät Testsieger.

Doch der Testsieg war durch die Infotainmenteinheit RNS 510 von Volkswagen gefährdet, denn mit einer Spracheingabe-Funktion hätte es dem Mercedes-Modell den Rang abgelaufen. Keine erkennbaren Schwächen in den Punkten Bedienung, Darstellung, Navigation und Routenberechnung, dazu Karten mit vielen Extras überzeugten die Tester. Nur die Vermeidung von mautpflichtigen Straßen könnte besser sein. Dieselben Mängel (Sprachsteuerung, Mautstraßen) tauchten auch beim Columbus von Skoda) auf, das aufgrund seines dritten Platzes und seines Preises (um die 2.000 Euro) Preis-/Leistungssieger wurde. Selbst das mit 4.000 Euro teuerste Gerät im Test, das DVD Navigationssystem TNS 700 von Lexus, war trotz tadelloser Routing- und Bedienleistungen nicht fehlerlos. Speziell nach Tunnels/Parkhäusern fiel ihm die Neuorientierung nicht immer leicht.

Ärgerliche Mängel
Doch mit dieser Schwäche blieb das Lexus-Modell nicht allein – womit wir bei den ärgerlichen Fehlern wären. Hier nur eine kleine Auswahl der Mängel der Top-Ten-Geräte: zögerliche oder träge Routenneuberechnung nach Fahrfehlern (Ford Navigationssystem NX, Mercedes Audio APS 50), verfehlte Ziele (Audi MMI Navigationsplus), Routenvorschläge ohne Einberechnung der längeren Fahrzeit (BMW Professional), Mängel in der Kartendarstellung (Mercedes Audio APS 50 , Mazda VDO Dayton) sowie als (fast schon kurioses) Highlight die „schrecklich-schräge Frauenstimme inklusive Grammatikfehler“ beim Renault Carminat 3.

Dies alles sind Fehler/Mängel, die der Kunde selbst einem günstigeren mobilen Navigationssystem kaum verzeihen würde (und auch nicht muss). Bevor man also viel Geld in ein sicherlich schickes und – weil fest eingebautes – auch optisch harmonisch in das Armaturenbrett eingebautes Navigationssystem steckt, empfiehlt sich ein Blick auf die Testergebnisse. Die Testfazits erhalten Sie im Überblick hier.

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1 Kommentar »
#1 Tim.Kr. 25.03.2012 14:33

“Festeinbau-Navigationssysteme sind bis zum zehnfachen teurer als ihre mobile Konkurrenz” – aber nur die Autohersteller dran gut verdienen wollen.

Der Normalpreis für die Festeinbau-Navigationssysteme dürfte bei etwa 500 Euro liegen ( so wie beispielsweise bei http://www.shark-navi.de ). Von den Autoherstellern werden dagegen vierstellige Summen für die gleiche Ware verlangt.

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