Routenplanung und Navigation offroad: Siebzehn Programme im Test

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Off-Road-Navigation erfordert deutlich mehr Aufwand als ein Auto-Navi mit routingfähigen Vektorkarten. Dazu zählt zum Beispiel die Kalibrierung und der Import der Karten auf das navigationsfähige Gerät oder die Vorbereitung der Route in Tracks, zumeist am PC. Hinzu kommen noch beliebte Funktionen wie Trackaufzeichnung, PC-Nachbearbeitung oder Routen-Austausch innerhalb einer Community. Mit der steigenden Popularität der Outdoor-Navigation boomt auch das Geschäft mit der dafür notwendigen Software.

Die einfachste Variante sind Komplettsysteme mit Software, Karten und Austauschfunktion zum PC. In diesem Segment hat sich Garmin Deutschland Digital 25 / Deutschland Digital 50 im Test positiv von der Konkurrenz abgehoben. Die Deutschland-Karten können auf den PC geladen werden, was ein flottes Handling und einen schnellen Bildaufbau ermöglicht. Kartenausschnitte wiederum lassen sich via ActiveSync und einer Software leicht auf den PDA übertragen. Ebenso simpel ist die Erstellung und der Austausch von Tracks und Wegpunkten. Nachteil: Selbstgescannte Karten können nicht importiert werden. Ebenfalls sehr schnell dank Kartenimport auf den PC ist auch MagicMaps Tour Explorer. Das Programm sei jedoch nicht so intuitiv zu bedienen wie Deutschland digital. Nach einer Eingewöhnungszeit jedoch überzeugt es durch einen hohen Gebrauchswert. Nachteil hier: Der hohe Preis.

Zur Kartendarstellung auf dem PDA eignet sich das kostenlose, als einziges auch auf Java-Handys laufende Programm MapMobile Navigator. Empfehlenswert ist allerdings eine Datenflatrate, denn das Programm bezieht die Karten aus dem Internet (zum Beispiel von Google oder VirtualEarth). Als problematisch erwies sich im Test der Import eigener Karten über das Zusatztool MapNavEditor. Routenimport und Trackaufzeichnung runden das Paket ab, die Nachbearbeitung der Tracks am PC aber gestaltete sich etwas umwegig. Vito Technology SmartMap ist ebenfalls preiswert (7 Euro) und gut geeignet für Einsteiger, die primär an der Trackaufzeichnung interessiert sind. Recht einfach wiederum können über eine Zusatzsoftware gescannte Karten kalibriert werden.

Geradezu universell einsetzbar ist wiederum Fugawi Global Navigator. Es trumpft vor allem mit einer sehr gut funktionierenden Kartenkalibrierung und mit vielen einlesbaren Kartenformaten auf – Vito SmartMaps ist hier wesentlich spartanischer. Das komplexe Programm ist bei der Bedienung manchmal etwas „hackelig“ und hat die ein oder andere Schwachstelle. Für Outdoor-Freaks, die mit vielen Kartenformaten und Projektionsarten umgehen müssen/wollen, ist das Programm aber laut „c’t“ die erste Wahl.

Kompliziert und mit einem hohen Einarbeitungsaufwand verbunden ist auch Touratech QV. Das reine PC-Programm muss um eine PDA-Software wie beispielsweise Touratech PathAway ergänzt werden. Hat der Benutzer sich einmal durch das 335-seitige und auch wirklich als Nachschlagewerk häufig benötigte Handbuch durchgearbeitet, bietet es eine unübertroffene Funktionsvielfalt, darunter zum Beispiel die Möglichkeit zur Fahrzeugverfolgung vom PC aus, Straßennavigation per Vektorkarten, Fahrzeugortung per Handy, Spezialfunktionen für Ralley-Fahrer und und und. Die komplizierte, dafür aber extrem leistungsfähige und flexible Software ist allerdings nur, wie „c’t“ betont, etwas für „hartgesottene und lernwillige Häufignutzer“.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem mehrseitigen, sehr informativen Testbericht. Wer daran interessiert ist, einen (nicht nur ersten) kritischen Überblick über die im Handel befindlichen Programme zu bekommen, für den lohnt sich sicherlich das Herunterladen des kompletten Testberichts über diesen Link. Ansonsten gibt es auch hier die Testfazits aller siebzehn Programme in einer Zusammenfassung.

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