Drei Motorrad-Navis im Vergleich: Testsieg für TomTom Rider 2

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Bei knapp unter 300 Euro liegt derzeit das Becker Traffic Assist Z100 und unterbietet die beiden Mitkonkurrenten damit deutlich. Der Ableger aus der Autonavigation wurde von Becker „Motorrad-tauglich“ gemacht und mit einem Spritzwasserschutz umgeben – daher auch der „Spitzname“ Crocodile. Doch für den härteren Praxiseinsatz ist dies, wie „Motorrad“ betont, schlichtweg zu wenig, den das Navi dürfte stürmischere Zeiten wohl kaum unbeschadet überstehen. Das größte Manko ist jedoch die bis jetzt fehlende stabile Motorradhalterung für das Navigationssystem und die geringe Akkulaufzeit. Angesichts dieser Schwächen, die den Einsatzspielraum für das Navi im Alltag einschränken, nutzte dem Crocodile auch seine sehr gute Navigationsleistung („Paradedisziplin“), die 3D-Darstellung und das größte Display, das bei Sonnenschein allerdings schlecht ablesbar war, nicht viel – wenig Praxis-tauglich, demnach nur „befriedigend“ lautete am Ende das Testurteil.

Auf der entgegen gesetzten Seite, und die betrifft nicht nur den Punkt Display-Größe zu, ordnet sich das TomTom Rider 2nd Edition ein. Nachdem der Hersteller die beim Vorgänger Rider (1) heftig kritisierten Schwachstellen (Nässeschutz, Halterung) ausgeräumt hat, liegt mit dem Rider 2 in puncto Straßennavigation laut „Motorrad“ das beste zur Verfügung stehende Gerät vor. Die Dockingstation sei sogar die derzeit beste Originalhalterung am Markt. Das Navi präsentierte sich aber auch in puncto Benutzerfreundlichkeit während der Fahrt topp aufgestellt, denn der Touchscreen lässt sich selbst mit Handschuhe sicher bedienen. Ein weitere Pluspunkt ist die selbst bei Sonnenlicht gut ablesbare Display-Darstellung. Das Navi krönte seine Vorstellung mit einer sehr guten Straßennavigation und errang in der Summe den Testsieg.

Zwar steht der Nachfolger Zûmo 660 schon in den Startlöchern, doch damit gehört das Garmin Zûmo 550 noch lange nicht zum alten Eisen. Laut „Motorrad“ ist es nach wie vor das Referenz-Navi für Profis, da es bis hin zur Outdoor-Navigation und dem Ex- wie Import von Routen ein breites und flexibles Einsatzspektrum abdeckt. Motorradfreundlich sind die vier zusätzlichen Bedientasten, die sich auch gegen Handschuh-bewaffnete Hände nicht sträuben, sowie das wie beim TomTom unabhängig vom Wetter sehr gut ablesbare Display. Die Navigationsleistung selbst dagegen weise „Licht und Schatten“ auf – die Routen waren nicht immer optimal und endeten auch schon mal vor einem gesperrten Wirtschaftsweg. Platz zwei in der Gesamtwertung war deshalb die Folge.

Apropos Routen: Noch immer haben es die Hersteller nicht geschafft, eine speziell auf das Motorrad abgestimmte Software zu entwickeln beziehungsweise bereit zu stellen. Schöne, fahrenswerte Touren erhält man von den Navis nicht. Nach wie vor sollte man sich also lieber Touren selbst zusammenstellen beziehungsweise von einschlägigen Internetseiten auf das Navi laden. Technisch mögen die Navis, wie „Motorrad“ feststellt, mehr oder weniger hervorragend funktionieren. Von den wahren Bedürfnissen eines Motorradfahrers jedoch hätten die kleinen Navigationsmaschinen keinen blassen Schimmer.

Die Testfazits der drei Motorrad-Navis finden Sie hier.

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