Rundum überzeugen, so der ADAC, konnte demnach kein Fahrrad-Trägersystem. Die zu recht unterschiedlichen Preisen zwischen 19,95 Euro und 545 Euro gehandelten Träger mussten einen ausführlichen Testparcour absolvieren, in der die Kandidaten eine Prüfung der Diebstahlsicherung, der Bedienungsanleitung – immerhin müssen einige Trägersysteme erst zusammengebaut werden –, der Verarbeitung, der Zugänglichkeit des Kofferraums sowie eine Rüttelstrecke über sich ergehen lassen mussten. Bis zu diesem Zeitpunkt, so der ADAC, lagen zwei Trägersysteme vorn, nämlich das Thule EuroClassic bei den Kupplungsträgern sowie das Thule FreeRide 530. Während Letzteres sich auch im abschließenden Sicherheitstest bewährte, bei dem ein Ausweichtest, mehrere Vollbremsungen aus Tempo 100 sowie ein Crashtest aus Tempo 30 auf dem Programm standen, überholte bei den Kupplungssystemen der Uebler P31 dank bester Sicherheitsnoten den bis dahin führenden Thule EuroClassic. Die beiden sichersten Systeme wurden daher in ihrer Kategorie jeweils Testsieger.
Suboptimal schnitt hingegen der Kupplungsträger Eufab Harry ab. Auf der Schlechtwegstrecke löste sich der Klemmmechanismus der Kupplung, so dass der Träger den Anforderungen nicht lange stand hielt. Als einziger Fahrradträger schwächelte er auch bei den Vollbremsungen, nach den Ausweichtests waren die Räder locker und ein wegklappendes Rad beschädigte das Autodach. Der Unitec MaXXimum wiederum wies nach dem Ausweichtest Verformungen auf, und der Ecklafant 3 sowie der Atera Strada Sport klappten seitwärts ab. Letzteres präsentierte sich auch wenig überzeugend auf der Rüttelstrecke. Im simulierten Auffahrunfall schließlich hatten drei Fahrradträger laut ADAC Probleme. Beim teuren Mont Blanc Discovery, dem Frey d.frey classic sowie dem mft black-smiley blieben die Räder nicht an ihrem Platz und lösten sich von der Halterung – ein hohes und unnötiges Sicherheitsrisiko, so der ADAC.
Außer den zwei Testsiegern sowie dem Thule EuroClassic erzielten unter den Anhängerkupplungs-Systemen noch der Atera Strada Sport3 sowie der Fabbri Bici exclusiv deluxe 3 ein „gutes“ Gesamtergebnis, bei den Fahrradträgern zur Dachmontage erhielt außerdem der Fabbri Bici 2000 Alu die Note „gut“. Preislich liegen die drei „guten“ Anhängersysteme alle nahe beieinander – die Investition in einen Fahrradträger beträgt hier zwischen 529 und 545 Euro. Bei den Dachträgern kosten die beiden guten Modelle ebenfalls fast gleich viel (rund 58 Euro), das teuerste Modell, der Mont Blanc Discovery, schaffte es nur zu einem „befriedigend“. Kurzum: Einen preisgünstigen und zugleich guten Fahrrad-Träger gibt es laut ADAC unter den Testkandidaten nicht.
Den Test sowie die Testergebnis-Tabelle, dazu noch eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile des jeweiligen Systems sowie Tipps zur Handhabung finden Sie auf der Homepage des ADAC.

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