Das Navi selbst besteht nämlich aus einem E-Ink-Display, wie es in den derzeit angesagten E-Book-Readern zum Einsatz kommt. Diese Technologie hat den Vorteil, dass die Displays flexibel gebogen werden können und sehr wenig Energie verbrauchen – ein E-Book-Reader hält dank E-Ink-Dispaly locker mehrere Wochen mit einer Akkuladung durch. Ersteres ist deshalb besonders wichtig, weil das Navigationssystem – das Dettmann übrigens auf den Namen MotoMap GPS Device getauft hat – einfach mittels verstellbarer Riemen und Magnete um den Tank gewickelt wird und deshalb ein nicht-verzerrte Darstellung ermöglichen soll. Zweiter Vorteil: Die leidige Frage nach dem besten/haltbarsten Befestigungssystem am Lenker hat sich damit ebenfalls erledigt. Und Gedanken über die Länge der bevorstehenden Tour muss man sich angesichts der langen Laufzeit ebenfalls nicht mehr machen.
Die ebenfalls flexiblen Solarzellen lösen nun das zweite Problem eines mobilen Navigationssystems, die Stromversorgung. Auf der Rückseite des E-Ink-Displays angebracht, dreht man das Navi einfach bei Bedarf beziehungsweise wenn es nicht gebraucht wird um, und die Solarzellen laden den Akku wieder auf. Das MotoGPS Device soll außerdem auch mit Handschuhen gute zu bedienen sein – und dank E-Ink-Technologie bei Sonnenschein gut ablesebar.
Das Konzept ist bestechend in seiner Mischung aus Retro und Zukunft, praxisnahem Konzept und Entwicklungspotential. Leider ist das MotoMap nur eine Studie – bis jetzt, denn wer weiß …

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