Vier Kleinstwagen im Test: Testsieg für den Suzuki Alto dank Kostenvorteil

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Um satte 118 Prozent ist der Verkauf der Kleinstwagen in den ersten vier Monaten 2099 gegenüber dem Vorjahr gestiegen – der Abwrackprämie sei dank. Und obwohl die Fahrzeuge speziell für sehr „preissensible“ Käufer interessant sind, ist der preisreduzierende Verzicht auf Sicherheitsausstattung wie ESP mehr als nur zwiespältig. Daihatsu zum Beispiel bietet für den Cuore ESP seit einiger Zeit nicht einmal mehr zum Aufpreis an, was im Test fatale Folgen zeitigte. Denn sein schmalspuriges Fahrwerk bräuchte bei voller Zuladung dringend das Stabilisierungsprogramm, einmal abgesehen davon, dass ihn auch sein Federungstalent verließ. Die Fahreigenschaften des Cuore waren so schwach, dass „Auto Motor Sport“ von „unterentwickelten Fahrsicherheitseigenschaften“ spricht, zu denen sich auch noch schlechte Bremsen gesellten. Dass der Daihatsu dafür im Innenraum viel Platz für Insassen und Gepäck sowie ein luftiges Raumgefühl bietet, rettete ihn nicht mehr vor dem letzten Platz in der Gesamtwertung.

In der mittleren der drei Versionen sind dagegen beim Suzuki Alto sechs Airbags sowie ESP serienmäßig eingebaut – vorbildlich. Bei den Fahrsicherheitstest lag der Alto daher auch zusammen mit dem Peugeot 107 gleichauf. Beide sind sicher und leicht beherrschbar, und der Peugeot punktete dazu noch mit einer guten Federung, die leichte, kurze Stöße wie lange Wellen gut auffing. Da beide außerdem noch über eine präzise Lenkung verfügen und ein „wuseliges Handling“ erlauben, kam bei den Testfahrern sogar Fahrspaß auf. Für den Alto sprechen zusätzlich seine niedrigen Verbrauchswerte.

Trotzdem lag er mit fast identischer Punktezahl mit dem Peugeot nach der Eigenschaftswertung hinter dem Kia Picante. Dessen Fahrwerksabstimmung konnte „Auto Motor Sport“ zwar nicht überzeugen („zu schwach gedämpft“, „zu hart gefedert“). Doch wer mit seinem Kleinstwagen auch einmal auf eine längere Reise aufbrechen möchte, fährt innerhalb des Quartetts mit ihm am besten. Dank Vierzylinder benehme er sich um einiges kultivierter als die Konkurrenten, und auch in puncto Elastizität war er den anderen überlegen – obwohl man, so „Auto Motor Sport“, von keinem der vier Kleinstwagen so etwas wie Durchzugskraft erwarten dürfe. Allerdings kostet das kleine Plus an Drehmoment den Picante-Besitzer bedeutend mehr an der Tankstelle. 6,8 Liter seien ob seiner Leistung nicht zu rechtfertigen. Auf der Habenseite wieder verbuchten die Tester, dass der Picante wegen seines höheren Gewichtes nicht so „blechern“ wirkt wie die drei anderen und auch im Innenraum ein wenig „Luxus“ biete – verglichen mit den „tristen, ärmlich und billig“ wirkenden Interieurs im Peugeot, Suzuki und Daihatsu.

Der Suzuki Alto 1.0 Comfort schnappte dem Kia Picante 1.1 Cool den eigentlich verdienten Testsieg aber doch noch vor der Nase weg. Im Kostenkapitel summierten sich der niedrige Verbrauch und der günstige Preis zur höchsten Punktezahl, und zusammen mit der guten Ausstattung hob ihn dieser Sieg im Kostenkapitel auf das Siegertreppchen. Der Peugeot 107 1.0 Filou 70 dagegen schaffte es nicht, wie der Alto am Kia vorbeizuziehen, distanzierte jedoch klar den Daihatsu Cuore 1.0 Top. Die Testfazits der vier Kleinstwagen können Sie hier nachlesen.

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