Groß versus klein: Zwei Festeinbau-Navis für den Golf VI im Direktvergleich

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Mehr kann auch weniger sein, insbesondere dann, wenn sich das Plus in einer komplizierteren Bedienung und im Preis niederschlägt. Und da diese beiden Kriterien beim Kauf eines Navigationssystem durchaus eine Rolle spielen, sollte sich der Golf-V-Käufer seine Entscheidung für oder gegen das RNS 501 beziehungsweise das RNS 301 reiflich überlegen.

Denn bereits die „kleine“ Infotainmenteinheit RNS 301 überzeuge, so „navi connect”“, mit „Zugänglichkeit und Funktionalität. Das insgesamt mit der Note „gut“ bewertete System ist in Kombination mit dem Radio RCD 310 für rund 630 Euro Aufpreis zu haben – ein sehr moderater Preis, wenn man das Gerät mit dem RNS 501 vergleicht, das nicht unter 2.575 Euro zu haben ist. Mit seinem Preis mache das RNS 301 sogar den mobilen Navis für die Windschutzscheibe Konkurrenz. Und was für die Navi-Profis vielleicht ein Graus sein mag, ist für wenig technikbegeisterte Fahrer aller Wahrscheinlichkeit nach ein wahrer Segen: Sie müssen nicht viel einstellen am RNS 301 – können es aber auch nicht. Das RNS 501 konzentriere sich auf das Wesentliche wie drei Routenoptionen (schnell, kurz, ökonomisch), ziehe TMC-Informationen in die Routenberechnung mit ein (wobei alle Meldungen auch angezeigt und kurze Staus nicht „hektisch“umfahren werden) und stelle die Karte durchgängig in 3D dar. Die Handhabung des wahlweise über einen Dreh-Drück-Knopf nebst Softkeys und Zurück-Taste oder einen Touchscreen steuerbare Gerät sei zudem „sehr einfach“. Die Routenvorschläge wiederum waren in der Regel genau so souverän wie die moderierende Sprachausgabe. Kurzum: „navi connect”“ zollt dem RNS 310 für die „gelungene Vorstellung“ seine volle Anerkennung.

Mit der RNS 501 wiederum, so der Testbericht weiter, spiele Volkswagen „ganz oben“ in „Sachen Navigation und Infotainment“ mit. Davon zeuge bereits die Ausstattung mit einer 30-GB-Festplatte, DVD-Video sowie der SD-Speicherkarten-Steckplatz. Optisch überzeuge das Gerät auch mit einer „schicken grafischen Oberfläche“, die nur bei starker Sonneneinstrahlung nicht immer zu Hundert Prozent optimal ablesbar war. Dafür beeindruckte die Bedienbarkeit des Lotsen, wobei die aufklappbaren Menüs dafür sorgen, dass die Menüführung selbst stets leicht erkennbar sei – und vor allem die vielfältigen Einstellungs-Optionen für Grafik, Medien und Navigation. Die Konfigurationsmöglichkeiten dürften jedoch – diese Einschränkung macht „navi connect”“ durchaus – hauptsächlich „PC-Freaks“ erfreuen und für viele eher eine Herausforderung sein. Pluspunkt in Sachen Navigation sei auch der topographische Modus, der über eine Koordinateneingabe – fehlt beim RNS 301 – sowie Wegpunkte für die Offroad-Navigation im Gelände verfüge. Negativ aufgefallen sind hingegen die relativ langen Berechnungszeiten und das langsame scrollen der Karte – beides Ergebnis der suboptimalen Prozessorleistung. Dafür erlaubte sich das System keine Fehler bei den Routen, weswegen „Navi connenct“ von einer „nahezu perfekten Routenwahl“ spricht. Das „sehr gute“ Gesamturteil würde nur durch eine leicht „eingeschränkte“ Sprachbedienbarkeit und der angesprochenen „trägen“ Reaktionen getrübt.

Technik- und Outdoor-Fans, die ihren Golf VI auch ins Gelände bewegen wollen, liegen mit dem RNS 501 also goldrichtig. Für die Straße und den Alltag jedoch reicht das RNS 501 vollkommen aus. Das Testergebnis gibt es hier noch einmal zu Nachlesen.

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