Vier Kompakt-Vans für die ganze Familie im Test: Touran liegt vorn

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Was tut man nicht alles für die Familie?, fragt sich „Auto Bild“, und liefert die Antwort postwendend hinterher: Man verzichtet auf Fahrspaß und Fahrdynamik und tauscht sie gegen einen vielseitigen, unglaublich cleveren und zu allem bereiten Kompakt van ein. Denn jeder der sieben Testkandidaten bietet genügend Platz für fast alle Transportaufgaben im Familienalltag – mal mehr, mal weniger.

Neu in diesem Segment ist der Renault Grand Scénic dCi 130, der als einziger Kompaktvan unter Designaspekten betrachtet die Gunst der Tester von „Auto Bild“ fand. Er beweise, dass das Design eines Vans nicht immer zum selben faden Stil führen müsse, und biete mit seinem „gallischen Charme“ einen „erfreulichen Anblick“, ohne dass dies zu Lasten der praktischen Funktionen gehe. Doch schick verpackt zu sein ist nicht alles, was zählt. Die höchste Punktzahl im Kostenkapitel zum Beispiel verdankt der Renault seinem günstigen Anschaffungspreis, und die schicke Außenlinie setzt sich im ebenfalls qualitativ hochwertig, anmutig gestimmten und dazu noch bequemen Innenraum fort. Ein echter Siebensitzer allerdings ist der Scénic nicht, denn nur wenn die beiden Plätze in der dritten Reihe leer bleiben, haben die Insassen der zweiten Reihe genügend Platz. Kritik erntete der Scenic auch für die etwas Van-typische Behäbigkeit in den Kurven, die an straffes Gummi erinnernde Lenkung sowie für die auf Autobahnen „lästig stuckernde“ Federung. Fazit: Ein „schöner Van“, aber eben kein perfekter: Platz zwei.

Eine Spur besser präsentierte sich dagegen der teurere VW Touran 2.0 TDI Highline. Der Kompaktvan räumte gleich in drei Wertungskapiteln die meisten Punkte ab, darunter auch im Fahrdynamik-Kapitel – nur im Touran, so „Auto Bild“, mache das Autofahren auch wirklich Spaß, während alle anderen Testkandidaten in puncto Fahrdynamik eher eine lustlose Show boten. Der Touran lag aber auch im Kapitel Antrieb und Komfort vor der Konkurrenz. Nur im Karosserie-Kapitel musste er die Punktekrone an den Toyota abgeben – unter anderem deswegen, weil er ebenfalls kein echter Siebensitzer ist. Weitere Pluspunkte des laut „Auto Bild“ ausgewogensten Vans im Test sind der große Laderaum, das funktionale und sauber verarbeitete Interieur sowie die leichte Bedienung. Dazu kommt noch der relativ durchzugsstarke und trotzdem sparsame Motor , begleitet von einer straffen, aber nicht zu harten und rundum autobahntauglichen Federung – allesamt viele kleine Pluspunkte, die sich unterm Strich zum Testsieg summierten.

Die Euro-5-Norm dagegen erreicht der Touran nicht, dafür aber der Toyota Verso 2.0 D-4D Executive sowie der Opel Zafira 1.7 CDTI Innovation. Der neue Verso sei, dies bescheinigen ihm die Testfahrer, tatsächlich geräumiger, stattlicher und komfortabler als das Vorgängermodell. Der Kompaktvan überzeugte insbesondere in puncto Fahrkomfort (Federung, Geräuschniveau, eher weniger: Sitze) und mit der einzigen durchgehenden Ladefläche bei flachgelegten Rücksitzen. Dafür mangelt es ihm gegenüber der Konkurrenz an Ladevolumen, und auch der aufkommende Fahrspaß ist eher dazu geeignet, Asketen zu begeistern. Dynamik sehe anders aus. Der Zafira wiederum entpuppte sich als einziger vollwertiger Siebensitzer des Quartetts, das heißt: Sieben Personen sind unter Wahrung der Menschenwürde tatsächlich in ihm unterzubringen. Ansonsten jedoch fiel außer dem Wort „solide“ den Testern nicht viel mehr auffällig Positives zum Zafira ein – was kein eklatanter Nachteil sein muss, den, wie es „Auto Bild“ auf den Punkt bringt: Wer viel Platz benötigt und „einfach nur zügig, sicher und sparsam in einem soliden Ambiente“ sein Ziel erreichen möchte, sitze im Zafira durchaus im richtigen Fahrzeug.

Die Fazits fassen die Testergebnisse noch einmal kompakt zusammen.

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