Dass wirklich minderwertige Helme angeboten werden, gehört in der Klasse der Markenhelme glücklicherweise der Vergangenheit an, so die erleichterte Feststellung des Testredakteurs. Alle Helme im Test – egal ob für 100 oder 1200 Euro – wiesen eine hochwertige Lackierung und ansprechende Grafiken auf. Auch scharfkantige Kunststoffteile suchten die Tester zwischen den insgesamt 22 Helmen vergeblich. Auch die verwendeten Materialien und Futterstoffe waren bei allen Testkandidaten ”tadellos”. Als am hochwertigsten erwiesen sich Helme mit Coolmax-Futter – jedoch nur, wenn gleichzeitig ein funktionierendes Belüftungssystem vorhanden war. Ein besonders edles Innenfutter bot der teuerste Helm im Test, der BMW Motorrad Enduro Carbon. Dieser sehr leichte Helm weist in seinem Inneren teilweise das so genannte Alcantara auf: Es erinnert in seiner Beschaffenheit an Wildleder und liegt besonders angenehm auf der Haut. Doch auch preisgünstigere Modelle als der Helm von BMW können empfehlenswert sein – zumindest wenn sie denn gut belüftet sind. Beispielsweise der IXS HX 267, dessen Be- und Endlüftung gut funktionierte. Der Helm kostet lediglich 100 Euro, dafür müssen allerdings auch Abstriche hingenommen werden. So schlägt das relativ hohe Gewicht dieses Helms negativ zu Buche. Vergitterte Belüftungsöffnungen, die reiner Fake sind, weil sie gar nicht durch einen Kanal mit dem Helminneren verbunden sind, zeigte hingegen der G-Mac Toxic MX. Allerdings wurde es dennoch nicht zu warm am Kopf des Testfahrers, da das Innenfutter nicht sehr eng am Kopf anlag. Als störend wurde allerdings sein Nasenschutz empfunden, der ”dominant ins Sichtfeld” ragte, so der Testredakteur. Die beste Belüftung weit und breit bot der Arai VX-3. Allerdings kostet dieses Modell beinahe 500 Euro. Die Lüftungsöffungen ließen nicht nur angenehm viel frische Luft in den Helm hinein, sie können auch wieder verschlossen werden. So kann der Fahrer sehr einfach das perfekte Klima im Helm herstellen. Der Nasenspoiler und die Wangenpolster des VX-3 sind zusätzlich abnehmbar und können im Notfall schnell entfernt werden. Auch Material, Verarbeitung und Lackierung des Helms gefielen den Testern.
Hier finden Sie den Test in mehrere Teile aufgeteilt: Sie finden hier einen Übersicht über Helme, die maximal 150 Euro kosten; eine Übersicht über Modelle, die höchstens 300 Euro kosten und eine Helmübersicht, über diejenigen Modelle, für die mehr als 300 Euro verlangt wird.

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