Wächst mit den drei Fahrzeugen etwa eine ganz neue Fahrzeuggattung heran, die das beste aus den drei Welten Kombi, Van und Geländewagen vereint? Ihr höheres Dach sowie der variable Innenraum dürften auf jeden Fall bei Autofahrern mit (zum Beispiel) platzraubenden Hobbys gut ankommen. Und dass sie aufgrund ihrer hohen Bauform den Einstieg erleichtern, dürfte wiederum beispielsweise Senioren freuen. Oder aber befriedigen der C3 Picasso, der Kia Soul und der Toyota Urban Cruiser nur die Bedürfnisse nicht weniger Autofahrer nach einem originellen, aus der Masse herausstechenden Design? Die Antwort auf diese Frage werden die Käufer geben – und Tests. Denn nur wenn die Leistung stimmt, dürfte auf längere Sicht auch das Design der „Minivans“ – so der Namensvorschlag von „ADAC Motorwelt“ – ankommen.
Stimmen tut sie, so das Fazit des Testberichts von „ADAC Motorwelt“, beim Citroen C3 Picasso. Sein Innenraum biete ausreichend Platz, wobei die Fondpassagiere ihre Position sogar variabel einstellen können, und auch der Kofferraum sei ausreichend dimensioniert. Auf Wunsch lässt sich das gute Raumgefühl mit einem Panoramadach sogar noch toppen (600 Euro), während die Sicht nach vorne dank schlanker A-Säule kaum besser sein könnte. Der Motor wiederum präsentierte sich sehr drehfreudig, außerdem war der C3 Picasso relativ sicher zu fahren, wenn auch „ADAC Motorwelt“ die Lenkung etwas zu gefühllos war und der Wagen eine hohe Seitenneigung aufwies. Sein größtes Plus sind die besten Bremsen unter den Testkandidaten – der C3 benötigte rund zwei Meter weniger als die Konkurrenz. Insgesamt gesehen bot der Wagen das beste Gesamtpaket und wurde daher Testsieger.
Der Kia Soul 1.6 CVVT Spirit ist ihm aber dicht auf den Fersen. In puncto Sitzkomfort sticht er den Testsieger sogar aus. Dafür lassen sich die Rücksitze nicht verschieben und der Kofferraum fällt mit 230 Litern etwas spartanisch aus. Pluspunkte sammelte der Kia für seine einfache Bedienung und den leicht zugänglichen Kofferraum ein, negativ dagegen schlug der „brummende“ und durchzugsschwächere Motor zu Buche. Mit dem ein oder anderen Feinschliff könnte er aber, so „ADAC Motorwelt“, zum Citroen aufschließen.
Größtes Manko des Citroen wie des Kia ist der hohe Verbrauch – jedenfalls im Vergleich zum Toyota Urban Cruiser 1.33 Dual-VVT-i Town. Mit 7,3 (C3) und 7,2 Liter (Soul) lagen beiden deutlich hinter dem Urban Cruiser, der sich nur 6,1 Liter genehmigte. Doch seine Sparsamkeit sei leider die einzige wirkliche Stärke des Toyota. Schwachbrüstig motorisiert, präsentierte er sich „freudlos und durchzugsschwach“, und im Innenraum zum Beispiel fehlen ihm die 17 Zentimeter, um die er kürzer als die Konkurrenten ist. Erfreulich wiederum ist der große Kofferraum (280 Liter), der sich nach dem Umlegen der Rückbank auf 625 Liter steigern lässt – allerdings ohne danach eine ebene Ladefläche zu bieten. Im Vergleich zu den beiden Mitstreitern blieb in der Summe seiner Eigenschaften für ihn nur der dritte Platz übrig.
Wenn Sie nachlesen wollen, wie sich die positiven und negativen Eigenschaften der drei Minivans verteilen, so können Sie dies anhand der kompakten Testfazits tun.

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