Vier Kleinwagen im Test: Polo und Ibiza fahren vorneweg, Fiesta punktet mit dem Fahrwerk

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Nein, versichert „Auto Bild“ vorsorglich, die Zeitschrift würde nicht von VW für Testergebnisse bezahlt. Der Polo V fahre einfach für alle sicht- und messbar in jedem einzelnen Testkapiteln immer die meisten Punkte heraus und gewinne deshalb die Test souverän. Sei es in puncto Platzangebot, Antrieb oder auch Komfort – immer lag der Polo eine Nasenlänge vor den vier Mitkonkurrenten. Zwar wirke er rein designtechnisch betrachtet eher wie ein guter Anzug – nicht aufregend, aber immer gut gekleidet. Aber unterm Zwirn stecke Qualität. Einige der Pluspunkte des Polo V in Kurzform: Komfortable Federung, sicheres Handling, Sparkönig mit 4,8 Liter Testverbrauch, souveräne Kraftentfaltung, überragender Bremsweg.

Doch der mit demselben Motor ausgestattete Seat Ibiza konnte in den Kapiteln Antrieb, Komfort und Fahrdynamik mit dem Polo sehr gut mithalten und lag punktemäßig immer nur knapp hinter dem Wolfsburger. Nur im Kostenkapitel vermasselten ihm die langen Wartungsintervalle und die schlechtere Garantie einen Punktestand auf gleicher Höhe. Die „Polo“-Kopie (gleiche Technik, Elektronik und Motor) hüllt sich dafür in ein schickeres „Designerkleid“ und bietet mehr an Ausstattung fürs Geld und dürfte daher den ein oder anderen potenziellen Käufer mehr anziehen als der Polo. Kleiner Schwächen wie zum Beispiel die „billigere Qualitätsanmutung“ müsse man ihm dann allerdings verzeihen.

Als „Kurvenstar“ geht der Ford Fiesta 1.6 TDCi FAP Titanium aus dem Vergleichstest hervor. Diesen rühmlichen Titel verdankt er seiner „gekonnten Fahrwerksabstimmung“, die dazu führt, dass der Abrollkomfort des Fiesta und sein sportliches Talent eine – wie es im Testbericht heißt – „fast perfekte Balance“ erreichen. Lediglich die etwas zu spitze Lenkung warf einen kleinen Schatten auf die Performance des Kleinwagens – der, um dies gleich anzuschließen, im Test mit dem größten Kofferraum aufwartete. Wären einige Nachteile wie unter anderem das knappe Platzangebot im Fond, die „miese“ (Testbericht) Sicht nach hinten oder das deutlich hörbare Nageln des Diesels nicht gewesen, wäre der Fiesta dem Spitzenduo sicherlich nach Punkten noch näher auf den Pelz gerückt.

Im Test waren außerdem noch der Mazda 2 MZ-CD-Impression und der Peugeot 207 HDi 80 FAP Tendance vertreten. Warum „Auto Bild“ ersteren einen „kurzen Luftikus“ nennt und letzteren gar als „Löwe ohne Biss“ tituliert, darüber geben der Testbericht in der Ausgabe 9/2009 der Zeitschrift oder die kompakten Testfazit hier auf Testberichte.de Auskunft.

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