Teurer, aber technisch besser: Mini 1.4 One sticht Fiat 500 aus

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Während die beiden Kleinwagen im Basispreis „nur“ knapp 2.000 Euro auseinander liegen, trennt die Testfahrzeuge die satte Summe von fast 8.000 Euro. Der Fiat bietet eben einiges an Ausstattung, wie zum Beispiel Klimaanlage, Leichtmetallräder oder Nebenscheinwerfer, von Haus aus, was beim Mini extra kostet. Eine Kaufentscheidung zwischen den beiden Testkandidaten will also wohl überlegt sein – und sollte laut „Auto Straßenverkehr“ für den Mini ausfallen, der unter objektiven Kriterien betrachtet die bessere Performance bietet.

Denn auch wenn der Fiat mit seiner „rundlichen Berlusconi-Gedächtnis-Figur“ sicherlich der Sympathieträger des Duos sei, steche ihn der Mini in Sachen Beschleunigung und Elastizität deutlich aus – in der letztgenannten Disziplin waren es sogar satte 7,5 Sekunden beim Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h. Zumindest auf der Landstraße wiederum „giere“ der Mini geradezu nach Kurven , die er dank seiner exakten Lenkung auch spurtreu durchquert. Auf der Autobahn hingegen mache er nur bergab wirklich Tempo. Doch das Vergnügen ist laut Testbericht nicht ungetrübt. Der Beschleunigungsvorgang ziehe sich trotzdem in die Länge, im oberen Drehzahlbereich „krakele“ es nervig aus dem Motorraum – kurzum: die Motorisierung des Mini erschien den Testern doch etwas zu „emotionslos“ geraten.

Insgesamt quirliger und daher weniger langweilig präsentierte sich hingegen der Fiat 500, und zwar insbesondere in der Stadt, die als sein angestammtes Terrain angesehen werden kann – auf der Landstraße, wie gesagt, hinkt er dem Mini notorisch hinterher. Und auch in den Kurven bremse ihn seine Elektronik so schnell ein, dass man sich zwar sicher fühlen könne, bei der Sache aber garantiert kaum Spaß aufkomme. Dies liege aber auch an der „völlig gefühllosen“ Lenkung, die weder Stöße noch sonst irgend etwas anderes dem Fahrer von der Straße übermittle. Auf schlechten Straßen wiederum neige der 500er deutlich zu Karosserieschwankungen, und auch die Vorderachse höre auf der Autobahn eigentlich nie zu stuckern auf.

Kurzum: Fährt man den Fiat 500 hauptsächlich innerhalb der Stadt, mag er die bessere – und dann auf jeden Fall unzweifelhaft die günstigere – Alternative sein. Doch unter technischen Gesichtspunkten ist ihm der BMW Mini überlegen. Noch mehr Pro/Contra-Argumente liefern der komplette Testbericht in der Ausgabe 20/2009 von „Auto Straßenverkehr“ und die kompakten Testfazits auf Testberichte.de.

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