Cabrio-Spaß und ein Schuss Pragmatik: Fiat 500 sticht Fortwo aus

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Bereits konzeptionell ist der Fiat 500 dem smart Fortwo überlegen, fährt er doch (zumindest auf dem Papier …) als Viersitzer vor, während der Fortwo konsequent zweisitzig ist und bleibt – und sich deswegen natürlich in der Stadt einen Vorteil verschaffen kann. Doch über Land oder auf Autobahnen mache ihm sein kurzer Radstand und der hohe Schwerpunkt zu schaffen, die als Tribut eine „straffe und stößige Federung“ nach sich zögen. Zudem greife das – immerhin im Gegensatz zum 500er – serienmäßige ESP rigoros ein, und die indirekte Lenkung sowie die Empfindlichkeit gegen Seitenwind verlange eine spürbare höhere Konzentration vom Fahrer als der Fiat 500.

Der wiederum sei, so der Testbericht weiter, seinem ganzen Wesen nach viel „sanftmütiger“ und fange nur dann an hektisch zu werden, wenn die Straßen (oder der Fahrer) anfangen, recht grob zu werden. Trotz Sanftmut sei jedoch das ESP (plus 350 Euro!) empfehlenswert, da die „gefühllose“ Lenkung zu Überreaktionen verleite. In puncto akustischer Lautkulisse sei der Fiat dezenter als der Fortwo, und so könne man mit ihm im Verkehr auf der Autobahn doch recht komfortabel (zumindest) „Mitschwimmen“ – eine Fähigkeit, die dem Fortwo leider nicht in die Wiege gelegt wird. Er musste sich oft anstrengen, um die langen Schaltpausen des automatischen Fünfganggetriebes zu kompensieren, um mithalten zu können.

Wer übrigens glaubt, dass die Größe der beiden Kleinstwagen (!) sich auch im Verbrauch widerspiegle, wird spätestens beim ersten Tankstopp eines Besseren belehrt. 7,2 Liter waren es im Test beim Fiat 500, immerhin noch 6,6 Liter beim Fortwo. Die „Spaßmobile“ gehen also ins Geld, der Fortwo sogar noch etwas mehr als der Fiat, da er erst mit allerlei Zutaten aus der Zubehörliste aufgerüstet werden muss – und dann schnell den Preis eines „Designerstücks“ erreiche. Lobenswert in beiden Fällen ist allerdings das Fahrgefühl bei offenem Verdeck, wobei im Fortwo konstruktionsbedingt das Cabrio-Gefühl deutlicher ausgeprägt sei.

Doch zumindest in Deutschland folgen jetzt die langen Wintermonate, in denen sowohl der smart Fortwo Cabrio 1.0 mhd Automatik Passion als auch der 500er mit geschlossenem Verdeck zum Einsatz kommen werden, wobei sie dann übrigens fast genauso leise sind wie ihre „Blechdach-Pendants“. Die Zeit bis zur nächsten offenen Überlandfahrt – aus pragmatischen Gründen laut Test vorzugsweise im Fiat 500 C 1.2 8V Lounge – lässt sich jedoch trefflich (zumindest für eine Zeit) mit der Lektüre des Testberichts überbrücken, der in der Ausgabe 20/2009 von „Auto Motor und Sport“ abgedruckt ist. Die kompakten Testfazits der Zeitschrift wiederum sind hier auf Testberichte.de zu finden.

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